… für Betriebsärzte

Sie sind Betriebsarzt und stellen bei einem Mitarbeiter des von Ihnen betreuten Unternehmens eine Hauterkrankung fest, die beruflich verursacht sein könnte!

Es gehört zu Ihren Aufgaben als Betriebsarzt, die Mitarbeiter arbeitsmedizinisch zu beraten und zu untersuchen.

Eine rechtzeitige Beratung hinsichtlich der speziellen Verhältnisse am Arbeitsplatz kann hier oft eine Verschlimmerung der Erkrankung und die damit verbundenen Folgen wie vermehrte Ausfallzeiten, Störungen im Betriebsablauf und eventuell das Entstehen einer Berufskrankheit verhindern.

Was sollten Sie tun?

Beraten Sie den Betroffenen.
Ihre Beratung sollte sowohl die Beachtung des vorhandenen Hautschutzplanes als auch zusätzliche individuelle Maßnahmen beinhalten. Auch private Hautbelastungen (Freizeitverhalten, Hobbys) sind in die Beratung einzubeziehen. Informieren Sie den Betroffenen über Ihre Schweigepflicht und bemühen Sie sich gegebenenfalls um die Entbindung davon. Bleiben Sie in Kontakt mit dem Betroffenen und überzeugen Sie sich von der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen.

Beraten Sie den Unternehmer.
Ein Erkrankungsfall im Betrieb ist Anlass zur Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung. Hierzu gehören z. B. die Überprüfung der hautbelastenden Arbeitsabläufe, das Vorhandensein eines aktuellen, arbeitsplatzgerechten Hautschutzplanes und die Bereitstellung der benötigten Hautmittel.

Informieren Sie den Unfallversicherungsträger und schalten Sie gegebenenfalls einen Hautarzt ein.

Melden Sie die Hauterkrankung mittels Betriebsärztlichem Gefährdungsbericht Haut an den zuständigen Unfallversicherungsträger.

Wenn erforderlich, schalten Sie einen Hautarzt ein – hierzu steht Ihnen das Überweisungsformular F 2900 zur Verfügung. Unterstützen Sie den Hautarzt mit möglichst umfassenden Informationen zu den am Arbeitsplatz vorkommenden Hautbelastungen und Schutzmaßnahmen.

Fragen

Bei Fragen steht Ihnen die Redaktion gerne zur Verfügung.

E-Mail:
mitheilerhaut[at]ukh.de